Robe – die populärste Kleiderart im 18. Jh.

Robe – ein voluminöses und festliches Abendkleid, das heute nur zu solchen Anlässen wie Hochzeit oder Fasching angezogen wird. Noch vor einigen Jahrhunderten war sie ein obligatorisches Element der Damengarderobe, das zugleich die Schönheitsideale verschiedener Epochen manifestierte. Im 18. Jahrhundert war die Robe das wichtigste Kleidungsstück.

Robe à la Française versus Robe à l’Anglaise

Robe - die populärste Kleiderart im 18. Jh.Der französische Hofmaler Antonio Watteau malte sie mit großer Beliebtheit, so dass die für die Roben seiner Zeit charakteristische Faltenbildung nach seinem Namen genannt wurde. So bezeichnet man in der Modegeschichte eine am Halsschnitt angesetzte, reichgefaltete und von den Schultern herabfallende Schleppe als „Watteaufalten“. Die meistens bis zum Ellenbogen reichenden Ärmel waren mit einem Volant aus Spitze versehen, was dem Rücken der Frau ein besonders festliches und elegantes Erscheinungsbild verlieh. Die Robe im 18. Jahrhundert hatte aber nicht nur einen Namen. Obwohl Frankreichs Hof zu dieser Zeit die Modetrends diktierte, war seine Robe à la Française nicht überall enthusiastisch empfangen. Die Engländer setzten auf eine schlichtere Form der Robe mit relativ kleinem Reifrock und einfachem Mieder und nannten sie die Robe à l’Anglaise. Später haben sich beide Varianten in der Damenmode etabliert – die erste wurde zu festlichen Anlässen angezogen, während die zweite als Alltagskleidung fungierte.

Spitze als kostspieliger Schmuck

Typisch für die Roben des Barock und Rokoko war die Aufteilung in Jupe und Manteu sowie eine ausladende Schnittform, die durch den Unterbau in Form von Poschen oder Panier erzielt wurde und der Hüftbreite das gewünschte Volumen gab. Vor allem bei der Robe à la Française musste der Rock zu einem extremen Queroval geformt werden. Unter den Stoffen dominierte Seide, Taft und Moiré. Das Überkleid war reich garniert und mit mehreren Zierelementen wie Volants, Bänder, Rüschen oder Blumen umzogen. Hoch im Kurs standen damals die Stickereien und Spitzen, von denen die zweiten teurer als Diamanten waren.

Bild: Robe à l’Anglaise, Bildquelle: de.wikipedia.org

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